Przynależność państwowa ziemi słupskiej w XII i w początkach XIII w. czyli o historiograficznym micie przynależności ziemi słupskiej do księstwa sławieńskiego

Błażej Śliwiński

Abstrakt

Die staatliche Zugehörigkeit des Landes Stolp im 12. und am Anfang des 13. Jh., also zum historiographischen Mythos der Zugehörigkeit des Landes Stolp zum Schlawer Herzogtum

In den 70er und 80er Jahren des 20. Jh. bemühte sich die polnische Geschichtsschreibung (vornehmlich Gerard Labuda und Józef Spors), anhand der eigenen Interpretation eines bescheidenen Quellenmaterials, die Existenz eines Herzogtums mit dem Sitz in Schlawe auf dem Gebiet Mittelpommerns nachzuweisen. Dieses Herzogtum hätte auch das Land Stolp umfassen sollen. Die anfänglichen Erkenntnisse, von den beiden Historikern nur als eine Hypothese betrachtet, begannen bald als eine historische Tatsache zu gelten. So erkannte z.B. J. Spors in seinen nachfolgenden Arbeiten die Existenz eines separaten pommerschen Stamms beiderseits der Flüsse Grabow, Wipper, Stolp und Lupow, der zu einem Herzogtum entwickelt war, und 1120 vom Herzog Bolesław Krzywousty (Schiefmund) an Polen angegliedert wurde. Er vertrat ferner den Standpunkt, dass dieses Herzogtum Anfang des 13. Jh. seinen eigenen Weg der Zersplitterung in die Teilherzogtümer ging. Der Autor des obigen Artikels setzte sich zum Ziel, die vor Jahren angeführten Argumente mit dem neuesten Stand der Forschungen zur frühen Geschichte Pommerns, insbesondere mit den aktuellen Erkenntnissen von Gerard Labuda, zu konfrontieren. Die Konfrontation ergab, dass die Auffassung von den wichtigen historischen Ereignissen, für die Konzeption eines Schlawer Herzogtums von grundsätzlicher Natur, sich in den letzten Jahren radikal veränderte. Angenommen, dass die Veränderung der Generalien auch die Veränderung der Einzelheiten notwendig macht, stellte der Autor die Verbindung des Landes Stolp mit dem Land Schlawe im 12. und am Anfang des 13. Jh. in Frage. Er bemühte sich nachzuweisen, dass
das Land Stolp seit der Eroberung Pommerns von Bolesław Krzywousty sich in den Grenzen des polnischen Staates befand. Es war ein Teil der Danziger Statthalterschaft, von den polnischen Beamten verwaltet, gehörte also nie zu einem vermeintlichen Schlawer Herzogtum.