Status dzielnicy mazowieckiej w świetle trzynastowiecznych dokumentów. (Określenia Masovia, ducatus, terra, provincia, territorium, districtus, dominium)

Agnieszka Teterycz-Puzio

Abstrakt

Der Status des Teilherzogtums von Masowien im Lichte der Urkunden aus dem 13. Jh. (Bezeichnungen: Masovia, ducatus, terra, provincia, territorium, districtus, dominium)

Masowien taucht als eine räumliche Einheit des Piastenstaates zum ersten Mal in der Chronik von Gall Anonymus auf, der die drei sedes regni principales (Breslau, Krakau, Sandomir) sowie die die einzelnen Gebiete (Breslau, Gnesen, Plock) verwaltenden Comes erwähnt. Das Herzogtum
Masowien-Kujawien erbte nach dem Tod von Kazimierz Sprawiedliwy (Kasimir dem Gerechten) sein Sohn, Konrad Mazowiecki (von Masowien). Die „Nordpolitik“, die auf die Beherrschung des Preußengebietes abzielte, führte zum Verlust des Landes Dobrin und Löbau, während das Ergebnis der „Südpolitik“ nach dem Tod des Bruders Leszek Biały (des Weißen), die Angliederung des Landes Lenziz an das Teilherzogtum Masowien war.
In der Regierungszeit von Konrad Mazowiecki erscheint Masowien in den Urkunden meistens als Mazouia, ducatus Mazouiensis, bzw. provincia oder terra Mazoviensis. Nach Konrads Tod benutzen seine Söhne die Begriffe ducatus, terra in Bezug auf ihre Gebiete. Weniger scharf sind die Termini territorium, districtus, die meistens für die Umgebung einer Ortschaft stehen.
In den 30er Jahren teilte Konrad schrittweise die Gebiete seinen Söhnen zu: Kazimierz erhielt Kujawien, Bolesław – Masowien mit Plock, und für den jüngsten Sohn Siemowit I. blieb nach Konrads Tod der südliche Teil Masowiens mit Heiderode (Czersk) übrig. Die Begriffe in den Urkunden des Herzogs Konrad und seiner Söhne spiegeln die stattfindenden Teilungen wider, nicht nur im Rahmen des Konrad-Erbes (Masowien, Kujawien und Land Lenziz – Sieradz), sondern auch die Partikularisierung Masowiens selbst