Początki świeckiego kręgu wasali biskupa kamieńskiego Hermana von Gleichen (1251–1288/89) na tle jego działalności politycznej i kolonizacyjnej. Przyczynek do dziejów państwa biskupiego w XIII w. Cz. 1 (1251–1274)

Dariusz Wybranowski

Abstrakt

Die Anfänge des weltlichen Kreises der Lehnsleute um den Bischof Hermann von Gleichen (1251–1288/89) im Kontext seiner politischen und Kolonisationstätigkeit. Ein Beitrag zur Geschichte des Bischofsstaates im 13. Jh. Teil 1. (1251–1274)

Trotz der eigenartigen, durch die bestehende Lage erzwungenen Doppelmacht mit Wilhelm I., die bis 1253 dauerte, begann sich der neue Bischof Hermann von Gleichen aktiv am politischen Leben zu beteiligen. In seinen ersten Regierungsjahren stützte er sich auf den mächtigen Adel und die slawische Ritterschaft des Landes Kolberg, sowie auf die deutschen Lehnsleute der Grifiten. Unter den Rittern des Landes Kolberg übten Borko II. (ehemaliger Kastellan von Kolberg), Biezpraw, Kasimir II. Świętoborzyc, die Herren von Komorowo und das Geschlecht Dobieszczyc einen deutlichen Einfluss auf die Politik Hermann von Gleichens.
Der Bildungsprozess eines weltlichen Kreises der Lehnsleute wurde vom Bischof 1254/1255 eingeleitet, mit der Heranziehung des Grafen Heinrich von Kirchberg, der bis 1272 eine der vertrautesten Personen des Bischofs war. Zur engen Gefolgschaft des Bischofs gehörte Jan Kule aus Parsęck (seit 1264). Eine der wichtigsten Personalentscheidungen Hermann von Gleichens war zweifellos die Heranziehung seines Verwandten, des jungen Grafen Otto von Everstein im Jahre 1267. Es ist nicht auszuschließen, dass ausgerechnet sein Handeln Anfang der 70er Jahre dazu beitrug, dass Heinrich von Kirchberg in den Hintergrund gedrängt wurde, und ein personaler Konflikt zwischen den beiden Adligen ausbrach. Eine wesentliche Stärkung der Position des Grafen Everstein führte 1274 seine Belehnung durch den Bischof mit Naugard und 700 Hufen herbei.
Für die Personalpolitik des Camminer Bischofs waren die Jahre 1269–1270 von zentraler Bedeutung. In dieser Zeit traten Jan Rahmel, Ludolf Lesian und Ulrich Saxo (er bekleidete als erster das Amt des Hofmarschalls) in Dienste Hermann von Gleichens. Der Kreis seiner Lehnsleute wurde ferner durch die Gewinnung mancher Lehnsträger Barnims I., darunter Otto von Raminaus Krackow, und einer Gruppe der Ritter aus dem Pyritzer Land (u.a. Geschlechter von Letenin, Mellenthin, Konrad Kleist) vergrößert. Eine geringe Rolle spielte dagegen bis 1272 der Ritter Heinrich v. Köthen.
Als ein Echo vorbildhafter Kontakte zwischen Hermann von Gleichen und den beiden Grifiten sind anzusehen: die Expedition von 1258–1259 und die Beteiligung des Bischofs am Krieg um Ląd, die vorläufige Zurückeroberung des Schlawer Landes 1266, die Verträge mit Barnim I. von
1259–1269, sowie die Zusammenkunft in Damb (Dąbie) 1273 mit zahlreicher Teilnahme des Adels und der Ritterschaft. Eine wesentliche Stärkung der mit Hilfe der Kirche, des Rittertums und der Ritterorden geführten Kolonisationspolitik waren die Verleihungen des Stadtrechts an Kolberg (1255) und Köslin (1266), zu denen der Bischof beitrug.